Forschung am Faktor 10 – Institut für nachhaltiges Wirtschaften

Unser Anliegen ist die anwendungsorientierte Wissenschaft und Forschung im Bereich der ressourcenschonenden und nachhaltigen Entwicklung in Wirtschaft und Gesellschaft sowie nachhaltig orientierter Bildung und Erziehung.

Die wissenschaftliche Arbeit des Faktor 10 – Institutes für nachhaltiges Wirtschaften gGmbH erfolgt dabei in den Bereichen „Faktor 10“ als Dematerialisierungsstrategie (MIPS-Konzept, Material- und Ressourceneffizienz, material footprint) und des nachhaltigen Wirtschaftens mit den drei Dimensionen Ökologie, Soziales und Ökonomie – z. B. durch die Entwicklung von Nachhaltigkeits(steuerungs)-instrumenten für Unternehmen, Organisationen (z. B. Einrichtungen der Bildung oder der internationalen Zusammenarbeit) und Vereine/Verbände.

Ziel ist es darüber hinaus die Forschungsergebnisse dieses Forschungsfeldes bekannt zu machen, deren Umsetzung zu beforschen und pilothaft umzusetzen, oder sie mittels Bildungsmaßnahmen bei den Zielgruppen zu verankern.

Konkret umgesetzt werden die Vorhaben z.B. durch

  • die Durchführung von wissenschaftlichen Projekten und Studien, in der Regel in Verbindung mit namhaften nationalen und internationalen Partnern
  • die Erstellung von wissenschaftlichen Bildungs- und Beratungskonzepten für Unternehmen und Organisationen,
  • pilothafte Anwendung und Umsetzung der Projektergebnisse

Unsere Forschungsschwerpunkte liegen aktuell auf den folgenden Themen:

Entwicklung zielgruppenspezifischer Ansätze zum verantwortungsbewussten Umgang mit Ressourcen.

Unsere Forschungsprojekte verfolgen das Ziel, durch die Steigerung der Ressourceneffizienz und -schonung, in Zeiten des stetig wachsenden globalen Verbrauchs, eine Entkopplung von Naturverbrauch und gesellschaftlicher Wohlstandsproduktion zu erreichen.

Für ein grundlegendes Umdenken in der Produkt­ und Dienstleistungsentwicklung, bei der Gestaltung von Wertschöpfungsketten wie auch im Konsumverhalten entwickeln wir zielgruppenspezifische Ansätze. Unternehmen, Organisationen und Haushalte beziehen wir in unsere Forschung und Entwicklung aktiv mit ein.

Zur Ermittlung, Darstellung und Bewertung des Ressourcenverbrauchs und der Umweltbelastung durch ein Produkt oder eine Dienstleistung werden unter anderem Stoffstrom­ und Effizienzanalysen sowie das Konzept des ökologischen Rucksacks und Material Footprints eingesetzt.

Entwicklung und Transfer von passgenauen Methoden, Instrumenten und Maßnahmen.

Zu einer nachhaltigeren Wirtschaftsweise bedarf es des Engagements der Unternehmen. Kleine und mittlere Unternehmen verfügen oft nicht über die Mittel, um Nachhaltigkeitskonzepte zu entwickeln, anzupassen und umzusetzen.

Deshalb ist ein Schwerpunkt unserer Forschung die Entwicklung und Einführung von Methoden, Instrumenten und Qualifizierungsmaßnahmen für Unternehmen.

Um diese unmittelbar nutzbar zu machen, erstellen wir Toolboxen zur Kommunikation und Implementierung in den Unternehmen.

Erforschung und Entwicklung von Instrumenten zur aktiven Gestaltung des demografischen Wandels in Unternehmen.

Technische und soziale Innovationsfähigkeit gehören zu den wichtigsten Grundvoraussetzungen für eine nachhaltige Entwicklung.

Der demografische Wandel in den industrialisierten Ländern erhöht die Wichtigkeit der Nutzung der Kompetenzen der einzelnen Mitglieder unserer Gesellschaft. Damit sich möglichst alle Menschen in die Innovationsprozesse einbringen, bedarf es der Erhöhung der Vielfalt und der Stärkung der Partizipation in den Unternehmen.

Als Institut für nachhaltiges Wirtschaften möchten wir Unternehmen und Organisationen durch die Erforschung und Entwicklung von Instrumenten im Umgang mit den Herausforderungen des demografischen Wandels unterstützen.

Netzwerkmanagement und Aufbau von Kooperationen

Viele Entwicklungspotenziale sind aufgrund der beschränk­ten Mittel und Möglichkeiten des Einzelnen alleine nicht nutzbar. Durch die Initiierung und Etablierung von regionalen Zusammenschlüssen unterstützt das Faktor 10 – Institut Unternehmen und Organisationen in der Wahrnehmung ihrer Chancen und fördert die nachhaltige Entwicklung in der Region.

Das Institut erforscht und erarbeitet integrative Nachhaltig­keitsstrategien für regionale Kooperationen und Netzwerke.

Durch elaborierte Managementsysteme, Instrumente und Methoden hilft das Institut den Akteuren bei der Umsetzung und Evaluierung der Strategien in die Praxis. Ein Schwerpunkt besteht in Konzeption und Aufbau strategischer Allianzen.

Sustainable Supply Chain Management, Hot-Spot-Analysen, Lebenszyklusanalysen, Labels, Standards und Kooperationen.

Entlang der immer stärker globalisierten Wertschöpfungs­ketten und ­-netze treten eine Vielzahl an sozialen und gesellschaftlichen Problemen und Belastungen für Mensch und Umwelt auf. 

Unser Augenmerk in der Forschung liegt auf der Betrachtung von Gestaltungsoptionen für nachhalti­gere Produkte und Dienstleistungen.

Im Rahmen des Sustainable Supply Chain Managements beleuchten wir den gesamten Produktlebenszyklus – von der Rohstoffgewinnung über die Verarbeitungsprozesse, den Handel, die Distribution und die Nutzung bis hin zum Recycling oder zur Entsorgung.

Zur Identifizierung von Nachhaltigkeitspotenzialen setzen wir ökologische und soziale Hot­-Spot-­Analysen, Lebenszyk­lusanalysen, Labels und Standards sowie unterschiedliche Ansätze zur Unternehmenskooperation ein.
in Richtung Ressourceneffizienz und Nachhaltigkeit.

Im Fokus unserer Forschung steht eine nachhaltigere Gestaltung der Wertschöpfungsnetze in Produktion und Konsum; die Entwicklung von Strategien und Instrumenten zur Veränderung von Handlungs­ und Denkmustern in Unternehmen, Haushalten und in der Gesellschaft.

Unsere Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen erarbeiten Konzepte für nachhaltigere Produkte, Produktionsweisen und Lebensstile. Eigentumsersetzende Produkt­-Dienstleistungs­-Systeme („Nutzen statt Besitzen“) können beispielsweise zur Schaffung einer ressourcenleichteren Welt beitragen.

Vermittlung von nachhaltigem Denken und Handeln durch die Verankerung der Prinzipien der Nachhaltigkeit im Bildungssystem.

Die zielgruppenspezifische Vermittlung von Kompetenzen ist ein wichtiger Faktor zur Lösung von komplexen Problem­stellungen und Herausforderungen in der Umsetzung von nachhaltigem Wirtschaften.

Um Menschen zu befähigen bei der aktiven, eigenverant­wortlichen und verantwortungsbewussten Gestaltung ihrer Zukunft mitzuwirken, gilt es, den Nachhaltigkeitsgedanken in den unterschiedlichen Bereichen des Bildungssystems zu verankern.

Um dieses Ziel zu erreichen, erforscht das Faktor 10 – Institut die Rahmenbedingungen für ein nachhaltigeres Bildungssystem und entwickelt Qualifizierungs­- und Beratungskonzepte, Lehr/Lernmaterialien und Medien zur Kompetenzentwicklung.